Bürgerstammtisch Ansbacher Straße

Sanierung der Ansbacher Straße

Konstruktive Diskussion mit Anwohnern und Interessierten

Die CSU Neustadt hat Anwohner und Interessierte zu einem lockerem Stammtischgespräch zum Thema Sanierung der Ansbacher Straße eingeladen. Die Zahl der Anwesenden, die Scheune im Gasthaus Schlee war bis auf den letzten Platz besetzt, zeigt wie wichtig dieses Thema für Neustadt ist. Und das wurde auch von Seiten der CSU ernst genommen – es waren alle Stadträte der CSU und der fast komplette Ortsvorstand anwesend.

Die CSU hatte schon kürzlich in einer Pressemitteilung geäußert, dass die Planungen nach Ihrem Verständnis bei weitem noch nicht optimal sind. Deshalb war es der CSU ein Anliegen hier gerade die Anwohner und interessierte Bürger nach Ihrer Meinung zu fragen. Eines vorweg, die über zweistündige, sehr anregende und konstruktive Diskussion hat gezeigt, dass hier noch viel über die Planung nachgedacht werden muss. Eigentlich kann man sogar sagen, dass die Planung von Grund auf neu gedacht werden muss.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ortsvorsitzenden Markus Löw und Fraktionsvorsitzenden Christian Köstner, hat der  2. Bürgermeister Peter Holzmann (CSU) – als Straßenbauingenieur – die Diskussion fachlich übernommen. Bewusst wurden keine bisherigen Planungen im Detail vorgestellt, denn Ziel war es, erst einmal gerade von Anwohnern und Bürgern die die Straße täglich nutzen zu hören wo Sie der Schuh drückt und was bei einer Sanierung verbessert werden sollte. Hier kamen sehr viele Anregungen. Einiges davon bestätigte die vorher schon intern diskutierten Meinungen.

Eine der fast eindeutigen Aussagen – der durch die Ansbacher Straße geplante Fahrradweg sollte noch mal überdacht werden. Hier muss großräumiger geplant werden. Denn hier waren sich alle einig. Da es keinen baulich abgetrennten Fahrradweg, und auch nicht auf beiden Seiten geben kann, ist die bisher angedachte Lösung eines Schutzstreifens für viele gar keine Lösung. Hier kam das Argument von Anwohnern, die Ihre eigenen Kinder zwar mit dem Fahrrad in die Schule schicken, sie aber nicht über die Ansbacher Straße fahren lassen. Sie sehen auch bei einer Sanierung, durch die Enge der Straße in Kombination mit dem hohen Verkehrsaufkommen, ein hohes Gefährdungspotenzial für Radfahrer. Hier kam der Vorschlag Fahrradwege doch vielleicht in die Parallelstraßen zu verlegen.

Die sich daraus verändernde Parkplatzsituation war ebenso ein wichtiges Thema. Hier waren sich alle Anwesenden einig, dass auf keinen Fall fast die Hälfte der jetzigen Parkplätze wegfallen dürfen, wenn nicht alternative Möglichkeiten geschaffen werden können. Dazu kommen einige Anregungen von den Anwohnern die für die weitere Diskussion im Stadtrat aufgenommen wurden um zu sehen, welche davon und wie realisierbar sind.

Vom anwesenden Leiter der Diakonie, Frank Larsen, damit auch Leiter des ansässigen Seniorenheimes kam der Hinweis auf fehlende Querungshilfen gerade für ältere Menschen. Dieser Vorschlag wurde auch von den anwesenden Familien als gute Idee unterstützt, denn damit hätten schwächere Verkehrsteilnehmer, wie auch Kinder, sichere Übergangsmöglichkeiten.

Nach über zwei Stunden anregender und konstruktiver Diskussion wurden die Wünsche und Anregungen noch mal gemeinsam auf den Punkt gebracht und als Diskussionsgrundlage für die weiteren Planungen festgehalten.

Hier noch mal die Ergebnisse im Überblick:

  • Parkplätze sind wichtig, vor allem für ansässige Ärzte, Seniorenheim, Berufsschule und auch andere soziale Einrichtungen. Hier sollten event. alternative Möglichkeiten überlegt werden oder auch die Art der Parkdauer geprüft werden.
  • Die Sanierung muss in ein größeres Konzept einfließen. Bei diesem sollten die umliegenden Straßen mit betrachtet werden um hier event. bessere Möglichkeiten für Fahrradfahrer zu schaffen oder auch durch Einbahnstraßenregelungen den Verkehr besser zu leiten.
  • Die Attraktivität der Straße sollte auf jeden Fall aufgewertet werden, z.B. durch kleine Grünflächen o.ä.
  • Die Überquerung sollte einfacher möglich sein für schwächere Verkehrsteilnehmer und damit müsste eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeit einhergehen.

Zum Ende kam noch ein von allen gut gefundener Vorschlag von den anwesenden Bürgern. Im Rahmen eines Seminars könnten Schüler des Schulzentrums ein praktisches Seminar machen und ein Konzept für den ganzen Bereich Ansbacher Straße und umliegende Straßen erstellen. Hier wäre z.B. die von der CSU geforderte qualitative Verkehrszählung möglich um wirklich zu wissen welche Fahrzeuge sind auf der Straße unterwegs, Befragungen von Schülern, könnten hier angedacht werden, alles in allem könnten hier eine gute Grundlage geschaffen werden für eine wirklich fundierte Planung. Denn hier waren sich alle Anwesenden einig. Was jetzt gebaut wird, wird die Stadt in den nächsten 30 Jahren auf jeden Fall verfolgen mit allen Vorteilen aber auch mit allen Fehlern die eventuell gemacht werden.

Wir fordern daher die Stadt und den Stadtrat auf, die Bedenken und Ideen der Bürger ernst zu nehmen und diese mit in die Planung einzubeziehen.